Montag, 30. März 2015

Goldraub in London

Nicht mehr im Handel erhältlich, aber auf dem Flohmarkt gesehen:

❞Das Spiel mit der Maske❝

Wow, was für ein Schachtelcover! Die ganze atemberaubende Welt der Edgar-Wallace-Romane wird lebendig, man vermeint förmlich, im Londoner Nebel Heinz Drache und Eddie Arendt zu sehen, die Klaus Kinski jagen. NICHT!
Der Spieleverlag ASS hatte wohl gerade die Wallace-Lizenz, bekam ein akzeptables Piratenschatzsuchspiel angeboten und stülpte diesem eine Goldbarrensuche in London über. Durch Hinweise anderer Spieler muss man auf die Verstecke diverser Goldbarren schließen.

Ja, es ist tatsächlich ein ganz annehmbares Deduktionsspiel, das mit dem eigentlich geplanten Piratenflair vielleicht eine Empfehlung wert gewesen wäre, aber hier derartig optisch langweilig – bereits für die damalige Zeit – daher kommt, dass ich es LIEBER NICHT spielen möchte.

Dürfte auf Flohmärkten eher immer vollständig angeboten werden, weil ich noch keine Version dort entdecken konnte, die gespielt aussah (die Karten sollte man durchzählen, es müssen 49 sein, die wirklich zum Spiel gehören und keine Werbekarten sind). Für kleinstes Geld könnten Deduktionsspielfreunde es mal mitnehmen und vielleicht sogar zum Urteil GEHT SO kommen. 

Es gibt einfach schönere und einfallsreichere Deduktionsspiele. Sleuth zum Beispiel, ebenfalls oft (als Diamantenjagd) auf dem Flohmarkt zu finden, aber vor allem auch Hanabi und Tobago, denn beide stellen die üblichen Deduktionsmechanismen praktisch auf den Kopf, sind klare Empfehlungen meinerseits und können, anders als die meisten anderen Deduktionsspiele, bereits ab 2 Personen gespielt werden).

Goldraub in London von Knut-Michael Wolf
für 3 bis 6 Spieler
ASS, 1986

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