Montag, 30. März 2015

Die Peking-Akte

Erstauflage nicht, Zweitauflage da und dort noch im Handel erhältlich, beide aber oft auf dem Flohmarkt gesehen:

❞Ich habe den Täter nicht gesehen.❝


In einer chinesischen Kleinstadt ist eines von 50 Verbrechen geschehen und wir Spieler müssen es aufklären. Wir latschen also zu den möglichen Zeugen, schauen uns deren Karten an (die zuvor nach Vorgabe des Kriminalfalls ausgelegt werden) und wissen dann, ob der Täter groß oder klein, dick oder dünn etc. war, um nach möglichst wenigen Informationen zielsicher den Täter zu identifizieren. Natürlich müssen wir vorher den Weisen Mann aufsuchen, der uns sagt, welcher der Zeugen lügt.
Ehrlich: ich will das LIEBER NICHT mehr spielen, denn der Ablauf ist tatsächlich immer gleichförmig, egal, welchen der 50 unterschiedlichen Fälle man spielt.

Da das Entziffern der Karten jedoch nur mit allerlei Gimmicks funktioniert (Spiegelfolie, rote Filterfolie, Lochkarte – in der Neuauflage wurde das noch einmal etwas aufgemotzt, wenn auch nicht immer hundertprozentig funktional, die alte Erstauflage in der Riesenschachtel ist also zu bevorzugen), wirken die ersten Partien vor allem für Familien aufregend und spannend.

Sind jüngere Kinder dabei, wird ständig nach einer neuen Partie gefragt. Für die wäre das Spiel – beim Flohmarktfund unbedingt auf absolute Vollständigkeit prüfen! – sogar SEHR GUT. Klingt widersinnig, ist aber so. Außerdem funktioniert dieses sehr simple Deduktionsspiel bereits ab 2 Spielern (genau genommen auch solo).

Die Peking-Akte von Mary Danby
für 2 bis 6 Spieler
MB, seit 1987 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen