Montag, 30. März 2015

Das Pferd von Troja

Nicht mehr im Handel erhältlich, aber oft auf dem Flohmarkt gesehen:

❞Hüte dich vor Danaern, die Geschenke bringen!❝

Alex Randolph, einer der vielseitigsten Spieleerfinder und sicherlich einer der Motoren hinter den Spielen, wie sie seit den 80er Jahren als „Eurogames“ einen weltweiten Siegeszug angetreten haben, hat in seinem Leben nie ein schlechtes Spiel herausgebracht. Meistens sehr gute und gute, aber auch ein paar mittelmäßige. Das Pferd von Troja gehört zu letzteren, leider.

Dabei ist es so wahnsinnig toll konzipiert: Wir schieben einem Pferd kleine Plastikgriechen in den Hintern Rücken, und es spuckt sie wieder aus - eine Art Grexit also. Rein mechanisch funktioniert das ausgezeichnet und sieht obendrein noch toll aus. Wer sich merken kann, wann welche Soldatenfarbe wieder rauskommen müsste, hat natürlich Vorteile, die etwas ältere Kindern im Gegensatz zu den merkträgen Erwachsenen gut nutzen können, außerdem muss man mit den ausgespuckten Soldaten ein einfaches Mehrheitenspiel gewinnen. Das ist familientauglich und kam in Familienrunden auch meistens GUT an (auf Flohmärkten muss man unbedingt auf Vollständigkeit achten), aber bei manchen und auch bei mir bekam es auf längere Sicht nur ein GEHT SO. Es ist alles etwas zu gleichförmig.

Das Pferd von Troja von Alex Randolph
für 2 bis 4 Spieler
Jumbo, 1993

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen