Sonntag, 9. November 2014

Pimp my Alchemist

❞English text below in blue (click on "Weiterlesen" and/or scroll down)!❝


Die Alchemisten des tschechischen Verlags CGE war – je nachdem, wem man Glauben schenkt – eins der Highlights der Spielmesse in Essen 2014, komplett ausverkauft bereits am Samstagmorgen. Allerdings habe ich miterlebt, wie am Sonntagspätnachmittag ein völlig ignoranter Käufer vor dem Poster "Sold out!" stand, einen der Tschechen hinter dem Tresen fragte, ob man noch ein Alchemisten kaufen könnte, und als Antwort das überraschende: "Ja, wir haben gerade eins zurückbekommen, da ist die Folie ab, aber ansonsten neu" zu hören bekam. Klar hat er's gekauft. Ignoranz ist manchmal ein Segen.

Das Spiel ist gut, aber wie ich schon an anderer Stelle sagte, leidet es am typischen CGE-Touch: Es reicht ihnen nicht, ein tolles Spiel zu liefern, sie packen auch sofort drei "Erweiterungen" mit rein, was Preis-Leistung enorm erhöht, den Einstieg aber höllisch erschwert, denn man kann diese "Erweiterungen" nicht aus dem Spiel rauslassen. Egal, der Erfolg gibt ihnen Recht.

Das Spiel plagen in seiner Erstauflage diverse (kleine) Probleme. Hier sind meine Abhilfen.

Die Sichtschirme sind wacklig

Stimmt. Das liegt an der zusätzlichen Faltung, die dafür sorgt, dass die Schirme in die Schachtel passen, einen anderen Zweck hat sie nicht. Damit dieser Knick im Spiel nicht mehr stört, habe ich mir Papier-Klemmschienen auf die richtige Länge geschnitten. Rechts auf dem Bild sieht man den Knick, der durch die Klemmschiene unbeweglich wird.

Es gibt sie auch in transparent, was sicher hübscher aussehen würde.


Die Kartenablage ist Mist

Ja, irgendwie schon, vor allem, wenn man etwas ungeschickt ist. Die kleine Ablage kann sich ein wenig schräg stellen und dann rutscht eine Karte schon gerne mal durch den Schlitz auf den Tisch, was nervt. Oder die Karten kippen nach vorne herunter, was auch nervt.

So sollte es sein (und klappt meistens auch) …
… gelegentlich passiert das hier allerdings.

Ich habe die Ablagen herausgeschnitten, 

NEIN, TU’S NICHT!

nahe am Rand mit einer Stecknadel zwei Löcher vorgebohrt (etwa 2 Zentimeter von dem jeweiligen Enden entfernt)


dann die Ablagen stumpf (mit Alleskleber, Weißleim ginge auch) in die Schlitze geklebt

und zum Schluss (nach dem Trocknen!) zwei Stecknadeln (mit möglichst glatten und möglichst großen Köpfen) in die Löcher gesteckt.

Wie man sieht, berührt der eine Nadelkopf die Pappe, der andere nicht – das ist aber egal

Das hält die Karten gut fest (es ist egal, ob die Nadelköpfe die Pappe berühren oder nicht), ohne sie zu beschädigen,

und die Nadelköpfe behindern die Erkennung NICHT, wie man auf dem folgenden Beweisfoto sieht.

Funktioniert!

Beleuchtungsprobleme

Die Kamera des Smartphones oder Tabletts scheint bei schlechter Beleuchtung manchmal Probleme mit der Erkennung der beiden Karten zu haben. Das ist nur zum Teil richtig, denn eigentlich ist die Erkennung prima, sogar bei wenig Licht. Die Probleme ergeben sich erst, wenn ein harter Schatten auf eine oder beide Karten fällt (siehe Bild). Harte Schatten muss man halt irgendwie vermeiden und die Erkennung wird super funktionieren.

Es fällt ein Schatten auf meinen Blumengarten

Die Deduktions-Marker sind zu groß

Auf den ersten Blick sind sie das. CGE hat bereits angekündigt, neue zu liefern (Nachtrag: sie sind inzwischen ausgeliefert) und ich denke, alle unzufriedenen Käufer der Essen-Erstauflage haben sich bereits registriert, den Ersatz zu bekommen (hier klicken, falls noch nicht; im Formular muss neben der Käuferadresse die Seriennummer des Spiels eingegeben werden –  auf einem kleinen Aufkleber im Schachtelunterteil zu finden).

Manche haben die ausgestanzten Pappscheiben der Spielertafeln umfunktioniert. Sie passen naturgemäß perfekt und mühelos – WENN sie mit der Stanzseite nach oben eingelegt werden. Legt man sie andersherum ein, springen sie jedoch sehr leicht wieder heraus - bei der geringsten Erschütterung oder Berührung. Ich bin gespannt, wie gut der Ersatz von CGE funktionieren wird, derzeit bin ich mit den Originalen völlig zufrieden.

Drückt man mit einer Hand den Spielersichtschirm von oben ein wenig auf den Tisch, kann man mit der anderen den entsprechenden Marker nämlich unten in die Aussparung einlegen und dann mit Gefühl oben leicht andrücken. Er steht dann oben zwar minimal heraus, sitzt aber bombenfest und kann mit dem Fingernagel von oben sehr leicht wieder entfernt werden, sollte man sich vertan haben. Ich finde das so perfekt gelöst (jedenfalls nach meiner Behandlung der Sichtschirme mit den Papierklemmschienen).





Alchemists by the Czech company CGE was – it depends on whose listings you believe – one of the highlights in Essen 2014. It was already sold out on Saturday morning, though I witnessed a totally ignorant customer standing in front of the "sold out!" poster, asking a Czech clerk if there is still an Alchemists for sale and getting this answer: "yes, one was returned to us a minute ago, the shrink is gone but the game is still mint". Sure he bought it. Ignorance is bliss, they say.

The game is good, but, as I already told in this blog, it suffers from the special CGE touch: for them it is simply not enough to produce a great game, they immediately pack three "expansions" into the box as well. This increases the value-for-money enormously, but also lowers the accessibility of the game tremendously – because these "expansions" are an integral part of the game and can't be left out in the first sessions. Well, success proves them right, I guess.

The first print-run of the game is plagued by some (smallish) problems. Here are my remedies. 

The Player Screens Are Wobbly

Correct. The reason for this is the additional fold which has the only purpose of allowing the screens to be folded to a size which fits into the box. To neutralize this fold, I cut plastic paper bars to the correct length. On the right of the pic below you can see the fold which becomes immoveable due to the bar.

You can get these in transparent color as well – this might look much better


The Card  Shelves Are Crappy


Yeah, they can be, especially when you are clumsy. The small cardboard shelf can become a bit angled and then one card may slip through the slit onto the table, which is a pain. Or the cards fall down in your direction, which is also a pain. 

This is how it should be (and, granted, it usually is)

… but this happens occasionally.



I cut out the shelves, 

OH MY GOD!



made two pin holes (close to the edge) with a fixing pin (approximately 2 Centimeters from the two ends of the shelf),



the I glued the shelves back into the slits (butt joint), with all-purpose glue (white wood glue would also work)



after drying (!) I inserted two fixing pins (preferably with smooth and big heads) into the pin holes.

As you can see, one pin head touches the cardboard, the other doesn't – you can ignore this.

The cards are fixed perfectly without damaging them (it is not important if the pin head touch the cardboard or not)







And (in case you wonder) the pin heads do not interfere with the recognition of the card illustrations (proof in the next pic).


It works!
Disclaimer: I do not take any responsibilty for any damages if you follow my advise – just be careful (you may ignore the sharp end of the pins, though, they are too short to injure you).


Lighting Problems

The camera of the smart phone or tablet seems to have problems with recognizing the two cards if the lighting is bad. This is only true in part, because actually the recognition is really good, even in low light condition. The problems arise if there are hard shadows cast on one or both cards (see pic). Try to avoid such lighting somehow and you will be fine.

A shadow is cast on my flower garden


The Deduction Tokens Are Too Big

On first glance they are. CGE announced replacement tokens, and I believe that all unsatisfied buyers  of the Essen first print-run have already ordered the replacements (click here if not; the serial number requested in the web form can be found on a sticker in the box bottom).

Some players have used the punch-outs from the player screens as a replacement. Naturally, these are a perfect fit and go into the holes perfectly – IF you insert them with the punched side up. Insert them the other way round, they easily fall off the screen – triggered by a little touch or vibration. Let‘s see how CGE will manufacture the replacement parts – for the time being I’m happy with the originals.

If you stabilize the player screen on the table by lightly pressing it down with one hand, you can insert a token with the other hand. Put it on the lower part of the hole, then press the upper part of the token into the hole lightly. It will protrude a bit, but it won’t fall off and can easily be removed (if you made a mistake) by prying it out with a fingernail. I think it is perfect this way (at least after I stabilized the screens with the paper bar described above).

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